In Bearbeitung
Mein Name ist Martin Toste. Ich bin 56 Jahre alt und in Leipzig aufgewachsen.
Seit der Wende 1989 habe ich in unregelmäßigebn Abständen die Stadt fotografiert, weil mir schnell klar wurde, dass sich Leipzig in rasantem Tempo verändern wird. Die anfangs verwendeten Dia-Filme haben leider nur in Teilen die Zeiten überstanden. Einige Bilder konnte ich aber nachträglich digitalisieren und somit vor dem entgültigen Verfall retten.
Nachdem das digitale Fotografieren auch bei mir Einzug gehalten hatte, sind in Anfällen spontaner Lust einige Fotos in den 2000er Jahren hinzugekommen. Ich hatte mich also motiviert auf's Fahhrad gesetzt und in irgendeinem Stadtteil herum geknippst.
Grundlegendes Verständnis für die Kunst und Technik der Fotografie fehlt mir. Die Veränderung der Stadt wird aber wohl kaum einem Leipziger verborgen geblieben sein. Man konnte also fotografieren was man wollte, ein Jahr später hatte sich das Motiv sicherlich wieder gewandelt.
Meine Bilder zeigen die morbide Schönheit des Verfalls und die Ästhetik der Gründerzeit. Gleichzeitig sind die Fotos oft ein wirres Gemisch aus Moderne, Aufbruch, Leerstand, Graffiti-Kunst und verblasten Wohnhausornamenten.